liTrio liest online, Vol.2

Die Zeit bis zum Sommer ist noch lang. Um sie zu verkürzen und hoffentlich auch ein wenig zu versüßen, meldet sich liTrio zurück aus dem Winterschlaf und schiebt eine Online-Lesung ein, und zwar mit einer weiteren Auswahl aus dem reichen Schatz der letzten 11 Jahre unserer gemeinsamen Programme:

Martin Heberlein, Hanns Peter Zwißler und ich lesen Prosa, Lyrik und Satire. Christian Bekmulin mischt an der Gitarre seinen feinen Jazz darunter. Und in seiner bewährten Doppelrolle sorgt Martin Heberlein als Moderator dafür, dass das alles einen roten Faden hat und ein glückliches Ende nimmt. Das alles findet am Donnerstag, 25. Februar um 19 Uhr statt. Wie man teilnehmen kann, steht auf www.litrio.de. Dank der Förderung – siehe unten – ist der Eintritt frei. Herzliche Einladung!

Im Juni und Juli gibt’s dann das neue Jahresprogramm von liTrio; hoffentlich vor Ort in Schweinfurt und Würzburg. Schauen wir mal …

liTrio wird gefördert von der Stadt Würzburg, dem Bezirk Unterfranken und dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst.

Kurze Geschichten – Teil 2

 

Lang hat er geschlummert, der Podcast „schreiben literarisch“! Aber jetzt geht’s weiter.

In dieser Folge geht es um die Frage, wo man Kurzgeschichten einsenden kann.

 

Episode herunterladen: 2 Kurze Geschichten, Teil 2

 

Dazu gibt es hier gute Übersichten:

  • Auf autorenwelt.de unter der Rubrik Literaturbetrieb/Aufrufe finden sich v. a. viele Einsendemöglichkeiten für Anthologien, aber auch für Literaturzeitschriften und andere Medien.
  • Für Literaturzeitschriften empfehle ich zusätzlich die Übersicht auf textmanufaktur.de.
  • Um Wettbewerbsausschreibungen zu erhalten, lohnt es sich, den Autorenwelt-Newsletter zu abonnieren: autorenwelt.de/newsletter (als „Art des Newsletters“ „Preise und Stipendien wählen) Der Newsletter kommt in angenehmen Abständen, also nicht so häufig. Wer dennoch lieber selbst nachschaut, kann das hier tun – vermutlich decken sich die Meldungen dort mit denen im Newsletter: autorenwelt.de/verzeichnis/foerderungen
  • Ab und zu schaue ich zusätzlich noch bei Literaturport nach: literaturport.de/preise-stipendien/ Das meiste dort deckt sich mit den Autorenwelt-Angaben; manchmal ist aber doch noch was Zusätzliches dabei.

Vor dem Einsenden empfehle ich, die Informationen zu den Ausschreibungen daraufhin zu prüfen, ob der eigene Text dort gut hineinpasst. Bevor ich Texte an Literaturzeitschriften gesandt habe, habe ich mir Probeexemplare bestellt, um eine Enschätzung zu bekommen.

Ansonsten gilt: Man sollte es sportlich nehmen und auch als gutes Training im Umgang mit Absagen betrachten, denn zumindest aus meiner Erfahrung gehören sie dazu. Manche Texte habe ich etliche Male eingereicht, bevor sie irgendwo veröffentlicht wurden oder gar mit einem Preis ausgezeichnet wurden.  

Viel Glück und Erfolg!

Mainzeit 2020 als Buch

Im Sommer startete der Verein Literaturhaus Würzburg e. V. die Ausschreibung „Mainzeit 2020“: Autorinnen und Autoren mögen „mit Literatur helfen, unsere unwirkliche Wirklichkeit zu beschreiben und zu bewältigen.“ Eine Jury wählte 10 Beiträge aus, die zunächst online auf der Website des Vereins veröffentlicht wurden.

Im Dezember ist die Anthologie im Verlag Königshausen & Neumann als Buch erschienen und für 14,80 € in allen Buchhandlungen erhältlich.

Unter den ausgewählten Beiträgen ist meine Kurzgeschichte „Landesamt für Dämonen“, die auch in der Kulturbeilage ZUGABE der MAIN-POST abgedruckt wurde. Mich hat das sehr gefreut, ebenso die beiden Rückmeldungen unten. Zugleich war es bedrückend, in welche Situation hinein die Veröffentlichung fiel, mit welchen täglichen Fall- und Todeszahlen. Das ist ein langer Winter. Warten aufs Licht …

„Ulrike Schäfer fasst die Angst, die immer wieder wellenartig über uns dahinrauscht, so präzise in Worte, dass manchmal das Herz etwas schneller schlägt, wenn Personen als Astgabeln von Infektionsketten Gedanken und ein Gesicht bekommen. Und obwohl dieses Pandemiejahr wie fauler Geruch zwischen den Zeilen klebt, lässt es dennoch Raum für gewunkene Liebe und ein bisschen Sorglosigkeit. Am Ende bleibt dann zum Glück eine leichte Ahnung auf Hoffnung, die uns Schäfer zumindest für einen kurzen Augenblick zugesteht.“ Marie Fenzl, Literaturhaus Würzburg e. V.

„Mit Bildern, die ebenso analytisch wie poetisch sind, bildet Ulrike Schäfer in ‚Landesamt für Dämonen‘ unsere ewigen Gedankenschleifen auf eine Weise ab, dass ich mich verstanden fühle – und ein bisschen getröstet.“ Elena Riedel, Literaturhaus Würzburg e. V.

November-Lesebühne

Lesebühne mit Ulrike Schäfer, Tobias Heyel und Pauline Füg

Am 10. November dieses außergewöhnlichen Pandemiejahrs 2020 ging die Lesebühne „großraumdichten & kleinstadtgeschichten“ mit einer weiteren Ausgabe online.

Das Stamm-Team bestand wie immer aus Pauline Füg, Tobi Heyel und mir. Als Gäste haben wir die Autorin und Moderatorin Ninia LaGrande eingeladen, die schon einmal mit uns aufgetreten ist (damals noch „physisch“ im Theater am Neunerplatz, unserem ersten Lesebühnen-Ort), und die Slam-Poetin Jule Weber.

Wer die Lesebühne verpasst hat, kann sie sich nachträglich noch auf YouTube anschauen, und zwar hier:

 

Alle Infos zur Lesebühne auf www.grossraum-kleinstadt.de.

Die Lesebühne wird gefördert von der Stadt Würzburg, der Sparkassenstiftung Würzburg, dem Bezirk Unterfranken und dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst.

Anthologie Mainzeit 2020 ist online

Der Literaturhaus Würzburg e. V. hat im Sommer einen Schreibaufruf zum Thema Pandemie gestartet: Autorinnen und Autoren mögen „mit Literatur helfen, unsere unwirkliche Wirklichkeit zu beschreiben und zu bewältigen.“ Aus den Einsendungen wurden 10 Beiträge ausgewählt, und ich habe die Freude, mit meiner Kurzgeschichte „Landesamt für Dämonen“ dabei zu sein.

Die Anthologie ist jetzt online gegangen und auf der Website des Literaturhauses nachzulesen:

www.literaturhaus-wuerzburg.de/schreiben

Für mich doppelt spannend, wegen der Texte natürlich, aber auch wegen der ausgewählten Autor*innen, denn etliche Namen kannte ich noch nicht und bin immer neugierig, wer hier in der Gegend noch so alles schreibt. Viel Freude bei der Lektüre!

 

Schwäne für Hölderlin

Morgen, am 18. September, wird in Stuttgart die Anthologie „An die Schwäne“ präsentiert, die das Stuttgarter Schriftstellerhaus anlässlich des 250. Geburtstags  von Friedrich Hölderlin herausgibt. Der Band vereint 51 Beiträge zum Thema „Hälfte des Lebens“.

Bei der Präsentation kann ich leider nicht dabei sein, so gerne ich meine Stuttgarter Freunde und Bekannten endlich einmal wiedergesehen hätte. Aber ich freue mich sehr, dass meine Erzählung „Hans“ in die Anthologie aufgenommen wurde, und bin schon sehr gespannt auf das Buch.

Für Interessierte hier weitere Informationen dazu:

Der Band mit Zeichnungen von Christian Lang wird von Astrid Braun und Moritz Heger herausgegeben. Er hat 264 Seiten und erscheint im September 2020 in der Edition KANALSTRASSE 4. Bestellungen unter info@stuttgarter schriftstellerhaus.de oder via Online-Formular zum Preis von 14 Euro zzgl. Versandkosten.bx9

Online-Lesebühne am 10. November

Lesebühne mit Ulrike Schäfer, Tobias Heyel und Pauline Füg

Die nächste Runde der Lesebühne großraumdichten & kleinstadtgeschichten findet im Corona-Jahr 2020 abermals online statt, und zwar am Dienstag, 10. November um 20 Uhr.

Das Stamm-Team besteht wie immer aus Pauline Füg, Tobi Heyel und mir. Als Gäste haben wir die Autorin und Moderatorin Ninia LaGrande sowie die Poetry-Slammerin Jule Weber eingeladen. Weitere Infos folgen. Vorfreuen darf man sich schon mal, in der Hitze des Sommers.

großraumdichten & kleinstadtgeschichten wird gefördert von der Stadt Würzburg, der Sparkassenstiftung Würzburg, dem Bezirk Unterfranken und dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst.

Premiere von PUSH THE BUTTON

Heute Abend, am Dienstag, 9. Juni um 20 Uhr, steigt die Premiere von PUSH THE BUTTON auf YouTube.

Pauline Füg. Foto: Lockvogel Fotografie

Wer schon vor ein paar Tagen auf die Website mit allen Infos zu PUSH THE BUTTON geschaut hat, der sei auf diese Änderung hingewiesen. Wir haben uns nach etlichen Tests für YouTube entschieden, da wir dort die beste Qualität für diese multimediale Literaturshow bieten können.

Nach der Premiere treffen sich die Macher*innen – Pauline Füg, Kim Fabienne Hertinger, Johannes Jung, Cendra Polsner und ich – in einem Zoom Webinar zu einer kleinen Premierenfeier. Wer möchte, ist herzlich eingeladen, uns dort zu besuchen! Die Infos dazu stehen ebenfalls auf der Website.

Es war stressig bis zuletzt und in den letzten Tagen noch mal ganz besonders. Jetzt schwinden allmählich auch die letzten Vorbereitungsarbeiten, die Anspannung schmilzt dahin und die Vorfreude wächst.

Johannes Jung. Foto: Erhard Löblein

Es war in jeder Hinsicht ein besonderes Projekt. Zwei der Beteiligten, Kim Fabienne Hertinger und Cendra Polsner, habe ich noch nie in der „physischen“ Welt getroffen. Unser erstes Team-Treffen war für den 19. März in Würzburg geplant, ich glaube im Uni-Cafe. Wenn ich das alles jetzt noch ohne Internetrecherche richtig zusammenbringe, war das zwar noch kurz vor dem Lockdown, aber auch da hatten wir uns schon entschieden, unser Treffen ins Virtuelle zu verlegen.

So ist es bis heute geblieben.

Kim Fabienne Hertinger

Kims Drehbuch und Film sowie auch Paulines, Johannes‚ und meine Texte sind dann mitten im Lockdown entstanden; sie sind unter dessen Eindruck geschrieben und unter all seinen Einschränkungen produziert. Was das für Kim als Filmemacherin bedeutete, wissen wir anderen zumindest ansatzweise aus ihren Erzählungen und Überlegungen, können es aber in Gänze nur erahnen.

Cendra Polsner: Foto: Hubert Klotzeck

Auf den letzten Metern haben dann v. a. Cendra und ich intensiv zusammengearbeitet – sie als Visual Artist, ich dann eher in meiner Eigenschaft als Technik-Mensch im Maschinenraum. Sie war diejenige, die nicht nur unsere Texte mit ihren Visuals komplettierte und dadurch zu etwas Neuem machte, sondern die einzelnen Teile – die beiden Filmteile von Kim, die als Audios gesprochenen Texte von Pauline, Johannes und mir sowie ihre eigenen Visuals – zu einem Ganzen zusammenfügte, das uns allen zwar seit dem ersten Treffen vorschwebte und als Zielpunkt vor Augen stand, von dem wir aber bis zuletzt nur hoffen konnten, dass es dann schließlich so zusammenstimmen und -spielen wird, wie wir uns das vorstellen.

Martha Goddard

Ein Riesendank geht an Martha Goddard, die in meinem Part die Stimme von Gladdis spricht. Ich hab mich ein bisschen gewunden, sie zu fragen, denn sie hat alle Hände voll zu tun – und dann hat Martha spontan und schnell JA gesagt, und wir hatten einen intensiven Treff zum Einsprechen, in den begrenzten Tagesstunden, die wir miteinander teilen. Auch wir haben uns noch nie von Angesicht zu Angesicht getroffen, aber das hat nichts mit dem Lockdown zu tun, sondern damit, dass wir so weit voneinander weg sind, wie es nur geht: Martha lebt in Australien. Wir haben uns im Rahmen eines Mentorships kennengelernt und treffen uns schon länger online, weil das für uns der Weg ist, in Kontakt zu sein.

Peter Kotthaus

Wichtige Beteiligte an PUSH THE BUTTON sind außerdem Peter Kotthaus, der dem Radiomoderator seine Stimme verleiht, und Kims Freund, der als Darsteller fungiert – eine Arbeitsteilung, die wiederum dem Lockdown zu verdanken ist und die Kims Filmteilen, finde ich, eine Note gibt, die zu dieser eigenartigen und einzigartigen, distanzierten und zugleich dichten Zeit passt, in der das Projekt entstanden ist.

Jetzt freue ich mich darauf, das Ergebnis heute Abend in Ruhe und ohne Technik-Brille (funktioniert alles?) anzuschauen und dann alle Beteiligten zu treffen. Ich wünsche allen, die dabei sein werden, eine schöne Premiere!

 

Push the Button: Literatur multimedial

Am Dienstag, 9. Juni um 20 Uhr geht die multimediale Literaturshow „Push the Button“ online. Nicht verpassen! Informationen zur Teilnahme stehen auf www.grossraum-kleinstadt.de/push-the-button/

Und darum geht es:

Eine Nacht, ein Lautstärkeregler, ein Radiomoderator. Drei Menschen. Alle an anderen Orten, alle mit anderen Geschichten. Alle zur selben Zeit. Alle irgendwie alleine, alle auf sich selbst zurückgeworfen. Das Außen ganz anders als geplant. Das Innen plötzlich vorhanden.

Pauline Füg, Johannes Jung und Ulrike Schäfer schreiben Texte über die Zeit der Isolation und einer Welt, die sich langsamer dreht. Kim Fabienne Hertinger setzt filmisch um, was (nicht) passiert. Cendra Polsner verwandelt Texte mit live-produzierten Videofragmenten in nachtleuchtende Kurzgeschichten.

Ein Abend, eine multimediale Literaturshow. Und fünf Künstler_innen, die ein einzigartiges Kunst-Konzept zum aktuellen Thema „Isolation“ vorstellen.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der „Kulturpunkte“-Aktion des Dachverbands freier Würzburger Kulturträger statt.

www.grossraum-kleinstadt.de/push-the-button/

Best of liTrio Online!

liTrio

liTrio geht ins Netz! Mit einem eigens dafür maßgeschneiderten Best-Of-Programm. Und zwar am Dienstag, 2. Juni um 20 Uhr. – Mit dabei wie immer der stimmgewaltig erzählende Romancier Hanns Peter Zwißler, der ironisch-freche Lyriker und Moderator Martin Heberlein und meine Wenigkeit. Musikalische Unterstützung erhalten wir diesmal vom fantastischen Jazz-Saxophonisten Christian Bekmulin.

Hier steht, wie man teilnehmen kann: www.litrio.de/best-of-litrio-online/

Unsere Veranstaltung findet im Rahmen der Kulturpunkte-Aktion des Dachverbands freier Würzburger Kulturträger statt. Ein Dankeschön dafür an den Dachverband! Ebenso an die Stadt Würzburg für die Förderung.

Vielleicht sehen wir uns ja im virtuellen Raum, wir würden uns freuen!