Würzburg liest ein Buch 2016

Gerade läuft die zentrale Aktionswoche zu Jakob Wassermanns „Der Aufruhr um den Junker Ernst“. Weil ich mitten in einem Schreibprojekt stecke, beteilige ich mich diesmal nur hinter den Kulissen von „Würzburg liest ein Buch“ und kümmere mich dort um die Elektrik (Website, Newsletter und ein bisschen Twitter). Aber hier zumindest mein persönlicher Rückblick auf eine der Veranstaltungen sowie ein Ausblick auf eine weitere:

„Der Aufruhr um den Junker Ernst“ als Puppenspiel

Junker Ernst - PuppenspielDas Stück läuft zurzeit in der Theaterwerkstatt Würzburg. Ein Vorbericht in der Main-Post beschreibt die Entstehungsgeschichte, am Mittwoch habe ich die Premiere besucht. Unglaublich stark in jeder Hinsicht – die Kunstform „Puppenspiel“ überhaupt und die Art von Illusion, in die es mich als Zuschauerin hineinverführt. Die fantastische Art, wie Thomas Glasmeyer das „macht“ bzw. ist, denn er ist vollkommen Teil des Ganzen, in unterschiedlichster Funktion, mal Erzähler, mal Nebenfigur, mal beflissener Handlanger seiner eigenwilligen (Puppen-) Darsteller und mal völlig eins mit ihnen. Die Dramaturgie des Stücks von Thomas Lazarus und wie organisch darin Wassermanns Geschichte szenisch daherkommt. Die Sprache, die an Wassermann anklingt und zugleich direkter ist, ins Spiel der Figuren übertragen und für uns Heutige zugänglicher. Die theatrale Umsetzung mit Beleuchtung, Ton, Kulisse, die vielen kleinen, präzisen und stimmigen Details der Inszenierung. Großartig. Großes Dankeschön und heiße Empfehlung!

P.S.: Karl-Georg Rötter war auch sehr begeistert, wie man seinem Nachbericht in der Main-Post entnehmen kann.

Der Junker, die Dichterin, der Trommler

Foto: Judith Kinitz

Foto: Judith Kinitz

Am Samstag nehmen eine Dichterin und ein Trommler, nämlich Nora Gomringer und Philipp Scholz, den „Junker Ernst“ in ihre Mitte, und was dabei herauskommt, PENG! Darauf sind wir schon sehr gespannt! Hier ein Vorbericht zu ihrem Programm, das am Samstag um 18 Uhr in der Stadtbücherei zu sehen und zu hören ist. Ich habe die Freude, die beiden im Namen der AG Würzburg liest ein Buch an- und auf die Bühne zu moderieren, was soviel heißt wie: Hurra, ich hab schon eine Karte! Wer noch keine hat: Jetzt aber hopp! Reservieren, kaufen, freuen drauf und dann: PENG!

3 Kommentare

  1. Habe das Stück letztes Jahr leider verpasst, wird es dieses Jahr erneut aufgeführt oder ist es noch in der Nähe von Würzburg irgendwo zu sehen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.