Kategorie: Über Schreiben

Was bisher geschah – und was das mit Schreibwerkstätten zu tun hat

Mikrofon

Ab April biete ich eine Schreibwerkstatt in Würzburg an. Im Audio versuche ich meinen eigenen – zugegeben: verschlungenen! – Weg zu beschreiben, auf dem ich mich ans Schreiben herangetastet habe, und zwar mit dem Fokus darauf, welche Schreibwerkstätten ich selbst besucht habe und in welchen Phasen mir welche Arten von Werkstätten weitergeholfen haben – oder eben nicht.

Vielleicht erkennt sich die eine oder der andere wieder und findet für sich selbst Anregungen. Außerdem ergibt sich aus diesen Erfahrungen, warum und wie ich meine eigene Würzburger Werkstatt anbiete und gestalte.

Darüber spreche ich im Audio:

  • DAS WISSEN DER KINDHEIT und ein Fernstudium, das zum Scheitern verurteilt war;
  • RANSCHLEICHEN und wie mir eine Kreative Schreibwerkstatt weiterhalf – auch wenn ich woandershin unterwegs war;
  • ERZÄHLEN, ein abgebrochener Krimi-Versuch und wie mich eine Themen-Werkstatt dennoch beflügelt hat;
  • AUTORIN WERDEN: Raustrauen, erste Erfolge und eine Projekt-Werkstatt, die noch heute nachwirkt;
  • AUTORIN SEIN: Buchverlag, Theater und der Austausch mit Profis.

Hier der Link zu Werkstätten und Menschen, die ich erwähne:

Wer möchte, kann die Folge auch als MP3 herunterladen: Download.

Für diejenigen, die lieber lesen als hören, fasse ich hier meine Erfahrungen mit Schreibwerkstätten zusammen:

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Autobiografisches und fiktionales Schreiben

Autobio-Fiktion-01Anlässlich der Stuttgarter Schreibwerkstatt hatte ich neulich einiges zu Erinnern und Schreiben notiert. Inzwischen hat der erste Teil der Werkstatt stattgefunden, und ich habe dort ein paar Gedanken in die Runde getragen, die ich hier noch einmal versuche auszuformulieren und weiterzuspinnen (Ende offen, denn als der Text fertig war, kam mir die Idee, dass man das Ganze noch mal von ganz anderer Seite her durchdenken müsste. Aber irgendwo muss man ja anfangen).

Ausgegangen bin ich von eigenen Lektüre-Erfahrungen und der Frage, welche Texte mich aus welchen Gründen erreicht haben und was das fürs Schreiben von autobiografischen Geschichten einerseits und fiktionalen andererseits bedeutet.

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Erinnern und Schreiben

Kollateralwerke

Etwa vor einem Jahr, während meiner Zeit im Stuttgarter Schriftstellerhaus, fragte mich Astrid Braun, ob ich Lust hätte, eine Schreibwerkstatt im Haus anzubieten. Im Sommer wurde die Sache konkret, und Astrid schlug mir Titel und Untertitel für die Werkstatt vor, die nun im März und April stattfinden wird:

Erinnern, auswählen, gestalten. Wie finde ich Ausdruck und Form im erinnernden Schreiben?

Damals fasste ich die Idee so auf, dass es um autobiografische Stoffe gehen würde, für die eine literarische Form gefunden sein will. Und diese Form, so verstand ich den Begriff “erinnerndes Schreiben”, wäre relativ eng gefasst: literarisches Tagebuch, autobiografischer Roman, etwas in der Art.

Aber irgendwie hakte sich damals schon der Begriff “erinnerndes Schreiben” fest. Er schien noch auf etwas anderes zu deuten. Dem bin ich erst Monate später nachgegangen, als Astrid und ich uns nach einigen Anfragen zur Werkstatt zu einer Erweiterung des Themas entschlossen. Hier ein Auszug aus der Beschreibung:

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