Kategorie: Notiz

Rückblick, liTrio, Schreibwerkstätten

Schreibwerkstatt Premuda

„Wir haben uns über deine Literatur kennengelernt“, hat Erne Odoj letzte Woche bei der Verleihung des Kulturförderpreises gesagt. So war das: 2008 war sie auf der Website des Autorenkreises Würzburg auf einen Text von mir gestoßen und lud mich zur Lesung in die Bücherei Güntersleben ein. Damals waren erst einige wenige Kurzgeschichten von mir in Literaturzeitschriften erschienen – und nun zeigte jemand hier, in meinem unmittelbaren Lebensraum, Interesse, ja Begeisterung für mein Schreiben. Das war ungeheuer bestärkend. Seither bin ich auf ihre Einladung hin mehrmals in Güntersleben aufgetreten, zuletzt im Oktober mit den Kollegen von liTrio anlässlich des Jubiläums der VHS und der Bücherei.

Immer, wenn wir uns sehen und miteinander sprechen, ist eine Nähe und Verbundenheit spürbar, die über die Literatur hinausgeht, aber ganz wesentlich von ihr ausgeht. Dass sie nun die Laudatio bei der Verleihung des Kulturförderpreises hielt, hat mich ganz besonders gefreut. Sie hat darin Dinge angesprochen, von denen ich oft nicht wusste, ob sie für andere in meinen Geschichten überhaupt „lesbar“ sind; Untertöne, von denen ich oft annahm, sie seien offenbar zu leise, um wahrgenommen zu werden.

Über die Verleihung des Kulturpreises und der drei Förderpreise ist hier ein Nachbericht zu lesen:

Wie eine Stradivari-Geige in den Ratssaal kommt (Main-Post, 25.11.17)

Auch zur Lesung in Zell zusammen mit Erhard Löblein ist ein Nachbericht erschienen:

SpätLese im Kulturkeller Zell (Main-Post, 22.11.17)

Soweit der Rückblick auf den November. Am 1. Dezember ist dann noch mal liTrio mit dem diesjährigen Programm in Würzburg zu sehen und zu hören:

Literatur & Jazz: liTrio mit „Amsel pfeift Kuckuck“ am 1.12.17 im Kunsthaus Michel

Und schließlich stehen die Termine für drei Schreibwerkstätten 2018 fest, die ab sofort gebucht werden können: zwei Werkstätten in Würzburg sowie eine Schreibwoche auf der kroatischen Insel Premuda. Informationen sind hier nachzulesen:

Angebote für Schreibende

Bleibt noch, einen schönen Start in den Dezember zu wünschen!

Schreibwerkstätten 2018

Termine und ein großes Dankeschön

Zwei Lesungen stehen in den nächsten Wochen bevor: Am Samstag, 18. November treten Erhard Löblein und ich in Zell a. Main auf, und am Freitag, 1. Dezember präsentiert liTrio im Kunsthaus Michel noch einmal sein diesjähriges, inzwischen siebtes Programm „Amsel pfeift Kuckuck“. Dort sind also Hanns Peter Zwißler, Martin Heberlein und ich zu hören und sehen, komplettiert durch den Jazz-Gitarristen Philipp Schiepek.

Dazwischen ist noch etwas, und das erfüllt mich mit Dankbarkeit: Am Montag, 20. November erhalte ich einen der drei diesjährigen Kulturförderpreise der Stadt Würzburg. Es ist eine Auszeichnung, die einfach so ins Haus geflattert kam – ohne Bewerbung, ohne Absagen,  unverhofft. Wie schön! Und wie schön, wenn das eigene Werkeln, immer argwöhnisch beobachtet und bekrittelt von den inneren Zweifelmonstern, von außen so viel wohlwollender wahrgenommen und gewürdigt wird – noch dazu von der Stadt, in der man lebt. Große Freude!

„Mit der Verleihung des Kulturförderpreises an Ulrike Schäfer würdigt die Stadt Würzburg eine Autorin, die sich durch ihre Texte nicht nur einen festen Platz in der Würzburger Literaturszene, sondern im gesamten deutschsprachigen Raum erarbeitet hat.“ (Main-Post, 26.10.17)

Artikel in der Main-Post | Artikel auf wuerzburg24.com

Den Hauptpreis sowie die beiden weiteren Kulturförderpreise erhalten Klaus Ospald und die Geschwister Roberta und Richard Verna. Ich bin umgeben von herausragenden Musikmenschen, was ebenfalls eine Freude ist. 

Soweit die Morsezeichen von hier. Details zu all dem sind unter ulrike-schaefer.de/veranstaltungen zu finden. Nun gleiten wir weiter dem Winter entgegen.

Lesungen und Kulturförderpreis

Gedanken und Bücher

„Ende der Privatheit. Brauchen wir eine neue Reformation?“ heißt eine Veranstaltung des VS, die im Frühjahr schon einmal in Aschaffenburg stattgefunden hat und die am 27. Oktober in Leipzig wiederholt wird. Es geht um die gesellschaftlichen Folgen der Digitalisierung und die Frage, wie diese politisch gestaltet werden kann und soll. Die Details finden sich auf der Website des VS, wo auch die Stellungnahmen der PodiumsteilnehmerInnen zu finden sind, die sich vorab Gedanken zum Thema gemacht haben. Besonders empfehlenswert finde ich den Beitrag von Susanna Wolf, den ich hier verlinke. Meine eigenen 5 Cents klebe ich noch einmal unten an.

Am Samstag, den 4. November „arbeite“ ich dann in meiner Lieblingsbuchhandlung Knodt in Würzburg, empfehle im Rahmen des Autorensamstags Lieblingsbücher und signiere auf Wunsch meinen Erzählband.

So endet der Oktober, so beginnt der November. Weiteres folgt …

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Herbst-Aussichten

Nun schwelt der August, und später dann, am 8. September, lese ich auf Einladung der Gilde Giemaul in der Schulzenmühle in Heidingsfeld Geschichten aus meinem Buch „Nachts, weit von hier“ sowie aktuelle Lyrik und Prosa. Hier finden sich Informationen zur Veranstaltung, bei der auch diverse Leckerein gereicht werden: gildegiemaul.de.

Am 30. September starte ich dann mit der zweiten Schreibwerkstatt ERZÄHLEN in Würzburg, diesmal als Intensivwerkstatt in kleiner Runde. Hier geht’s zu den Details: ulrike-schaefer.de/events/schreibwerkstatt-erzaehlen-2/

Und schließlich steht am 3. Oktober ein Sonderprogramm von liTrio auf dem Terminzettelchen, und zwar in Güntersleben. „Kuckuck ruft Romeo“ heißt das Programm, alles Weitere hier: ulrike-schaefer.de/events/literatur-jazz-mit-litrio/.

Jetzt lassen wir ihn aber erst mal weiterschwelen: den August.

Theater, Autoren & Co.

Schnell noch, bevor Morgen schon wieder Gestern ist: Am Sonntag, 18. Juni gibt’s im Rahmen des „Writer’s Club“ des Mainfranken Theaters Würzburg um 11 Uhr einen Vortrag von Lothar Kittstein und um 13 Uhr eine Podiumsdiskussion, an der ich teilnehme. Einzelheiten stehen in der Pressemeldung des Theaters. Ich bin selbst schon gespannt und freue mich auf die Veranstaltung – wenn ich auch gedanklich gerade noch etwas fern bin, nämlich in den finnischen Wäldern, frisch zurück und verraucht vom Holzfeuer, Vogelrufe im Ohr …

Literatur & Jazz mit liTrio

Foto: Gerd Michel

Am 19. und 20. Mai gibt’s das aktuelle Jahresprogramm von liTrio mit dem Titel „Amsel pfeift Kuckuck“ erstmals in Würzburg und Schweinfurt zu sehen und zu hören: Hanns Peter Zwißler und ich präsentieren neue Prosa und Lyrik. Martin Heberlein führt durch den Abend und spöttelt sich durch die Weltliteratur. Thomas Hähnlein würzt mit einer kräftigen Prise Jazz-Saxofon nach.

 

Thomas Hähnlein

Freitag, 19. Mai 2017, 20 Uhr (Einlass: 19.30 Uhr)
Tiepolo-Keller, Innerer Graben 22, 97070 Würzburg.
Eintritt: 8 Euro, ermäßigt: 5 Euro.
Reservierung: info@litrio.de.

Samstag, 20. Mai 2017, 19.30 Uhr (Einlass: 19 Uhr)
Schrotturmkeller, Petersgasse 10, 97421 Schweinfurt
Eintritt: 10 Euro, ermäßigt: 7 Euro.
Reservierung: Tel. 09721 / 97432 (Familie Paul).

Wir freuen uns über Förderung der Lesungen durch die Stadt Würzburg, den Bezirk Unterfranken und das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst.

Podcast, Werkstatt und Berlin-Aschaffenburg

Podcast "Ulrike Schäfer über Schreiben"Nun habe ich kurzerhand einen Podcast eingerichtet und das gestrige Audio „Was bisher geschah – und was das mit Schreibwerkstätten zu tun hat“ als Episode 0 reingestellt – batsch. Das ist bestimmt alles unfassbar dilettantisch, aber – vorhanden! Das Weitere wird sich finden.

Was noch? Die Würzburger Schreibwerkstatt füllt sich, und darüber freue ich mich sehr! Es wird eine spannende Mischung, das ist jetzt schon absehbar. Bis zum 26. Februar gilt noch der Frühbucher-Rabatt von 10%. Inzwischen haben mich einige Fragen erreicht, die ich in den FAQ zur Werkstatt beantworte.

Ende Januar sind Hermann Schink und ich im feinen Salon auf der Roten Insel in Berlin Schöneberg aufgetreten und haben uns u. a. an Musik-Text-Verwebungen versucht. Das hat uns so viel Freude bereitet, dass wir versuchen wollen, das Programm andernorts noch einmal aufzuführen – hoffen wir, dass es gelingt.

Plakat zur VS-VeranstaltungSchließlich ein Ausblick auf den März: Unter dem Titel „Ende der Privatheit. Brauchen wir eine neue Reformation?“ veranstaltet der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) am 10.3. eine Diskussionsrunde in Aschaffenburg, an der ich teilnehme. Wir sprechen über den Einfluss der Digitalisierung auf Gesellschaft und Kultur, auf Sprache und Bilder und unsere Haltung zur Welt.

Vielleicht sehen wir uns ja an diesem oder einem anderen Ort, ich würde mich freuen. Einstweilen warten wir behutsam auf den Frühling …

Was bisher geschah – und was das mit Schreibwerkstätten zu tun hat

Mikrofon

Ab April biete ich eine Schreibwerkstatt in Würzburg an. Im Audio versuche ich meinen eigenen – zugegeben: verschlungenen! – Weg zu beschreiben, auf dem ich mich ans Schreiben herangetastet habe, und zwar mit dem Fokus darauf, welche Schreibwerkstätten ich selbst besucht habe und in welchen Phasen mir welche Arten von Werkstätten weitergeholfen haben – oder eben nicht.

Vielleicht erkennt sich die eine oder der andere wieder und findet für sich selbst Anregungen. Außerdem ergibt sich aus diesen Erfahrungen, warum und wie ich meine eigene Würzburger Werkstatt anbiete und gestalte.

Darüber spreche ich im Audio:

  • DAS WISSEN DER KINDHEIT und ein Fernstudium, das zum Scheitern verurteilt war;
  • RANSCHLEICHEN und wie mir eine Kreative Schreibwerkstatt weiterhalf – auch wenn ich woandershin unterwegs war;
  • ERZÄHLEN, ein abgebrochener Krimi-Versuch und wie mich eine Themen-Werkstatt dennoch beflügelt hat;
  • AUTORIN WERDEN: Raustrauen, erste Erfolge und eine Projekt-Werkstatt, die noch heute nachwirkt;
  • AUTORIN SEIN: Buchverlag, Theater und der Austausch mit Profis.

Hier der Link zu Werkstätten und Menschen, die ich erwähne:

Wer möchte, kann die Folge auch als MP3 herunterladen: Download.

Für diejenigen, die lieber lesen als hören, fasse ich hier meine Erfahrungen mit Schreibwerkstätten zusammen:

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Schreibwerkstatt „Erzählen“ in Würzburg

Ich hatte die Idee schon eine ganze Weile mit mir herumgetragen, nun wird es konkret: Zwischen April und Juli 2017 biete ich im Coworking Space Würzburg (Veitshöchheimerstr. 14) eine Schreibwerkstatt rund um erzählende Texte an: Kurzgeschichten, Erzählungen und – je nach Bedarf – auch längere Schreibprojekte.

An fünf Samstagen treffen wir uns zur Besprechung der Ideen und Texte, zur Auseinandersetzung mit handwerklichen Aspekten sowie dem Prozess des Schreibens selbst und seinen Herausforderungen.

Termine:
1.4. | 29.4. | 20.5. | 24.6. | 22.7.2017, jeweils 10 – 18 Uhr.

Ausführliche Informationen zum Ablauf der Werkstatt, zu den Konditionen und zur Anmeldung finden sich hier:

Schreibwerkstatt ERZÄHLEN in Würzburg

Einge Fragen, die sich vielleicht stellen könnten, habe ich hier beantwortet und ergänze diese FAQs bei Bedarf weiter:

FAQ zur Schreibwerkstatt „Erzählen“

Und natürlich beantworte ich auch gerne Fragen per E-Mail: schreibwerkstatt@ulrike-schaefer.de.

Schließlich noch ein Hinweis: Wer sich frühzeitig entschließen kann, nämlich bis zum 26.2., erhält einen Frühbucher-Rabatt von 10% auf die Teilnahmegebühr. Ich bin ja sonst kein Marketing-Tier, aber in diesem Fall hat frühzeitige Buchung einen besonderen Wert für mich und auch für alle, die an der Werkstatt teilnehmen möchten. Woran das liegt, habe ich in den FAQ erläutert.

Nun freue ich mich über Interesse und natürlich auch darüber, wenn diese Ankündigung an Interessierte weitergeleitet wird. Und dann sehen wir uns ja vielleicht am – kein Aprilscherz: 1.4. zum ersten Werkstatt-Treffen.

 

Gelika in Rumänien

Noul Literator

erostepost 53Das Jahr schließt mit Lyrik-Export nach Österreich und Gelika in Rumänien: Ich hatte mich ja lange nicht getraut, meine gelegentlichen gedichteartigen Experimente wirklich als Gedichte zu bezeichnen. Erfreulicherweise machen das aber andere, und auch noch Leute, die sich mit sowas auskennen. Jetzt gibt es drei dieser – nun ja: Gedichte – sogar gedruckt, und zwar in der österreichischen Literaturzeitschrift erostepost (Ausgabe 53). Wenn das keine Ermutigung ist, gedichteartig weiterzuexperimentieren.

Noul LiteratorDie Kurzgeschichte „Gelika entdeckt die Liebe“ aus dem Erzählband wiederum gibt es jetzt auch in rumänischer Sprache zu lesen, und zwar in der Literaturzeitschrift „Noul Literator“. Ein Riesen-Dankeschön an die Autorin Ioana Heidel, die alles vermittelt und „Gelika“ ins Rumänische übersetzt hat! Dank auch an die Redaktion von Noul Literator, die vom begehrten Platz kurzerhand mehr zur Verfügung gestellt hat als ursprünglich geplant und so den Abdruck des vollständigen Textes ermöglicht hat.

Im Januar geht es mit Lesungen in Würzburg und Berlin weiter: Am 12. und 24.1. beim Literarischen Neujahrsempfang und der Neujahrslesung des Autorenkreises Würzburg und am 28.1. zusammen mit dem Musiker Hermann Schink im Berliner „Salon auf der Roten Insel“.

Das Wichtigste zuletzt, nämlich ein Hinweis auf die Aktion „Bücher, nicht Boote“, für die ich im Oktober meinen Erzählband in verschiedene Richtungen verschickt hatte. Unter dem Link unten findet man alle Informationen und Möglichkeiten, sich zu beteiligen. Die Aktion läuft noch, Bücherspenden von Autor*innen sind weiterhin willkommen:

Bücher, nicht Boote